Die Kürze des Lebens / De brevitate vitae

By Seneca

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Stefan


Stefan Imhoff Die Kürze des Lebens / De brevitate vitae

Kurze, aber kräftige Worte. Seneca nimmt einem keine Lebenszeit durch die Länge seiner Worte. Es ist beeindruckend mit welcher Genauigkeit er die Laster und Schwächen der Menschen beobachtet hat, die uns unsere Zeit kosten. Und scheinbar waren das vor zweitausend Jahren die gleichen, wie auch heute noch.

Mit eindringlichen Worten führt Seneca dem Leser vor Augen, wie er sein Leben verschwendet, und jeder der kein Heiliger ist, wird sich – mit erschreckender Realität gezeichnet – in diesem Buch wieder finden.

Ein Buch, das es sich lohnt auch öfter zu lesen.

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Stefan Imhoff Die Kürze des Lebens / De brevitate vitae

Wenn du daher eine Purpurtoga siehst, die schon oft angelegt worden ist, wenn du einen Namen hörst, der auf dem Forum gefeiert wird, dann sei nicht neidisch: diese Dinge gewinnt man auf Kosten des Lebens.

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Stefan Imhoff Die Kürze des Lebens / De brevitate vitae

Aber der größte Verlust an Leben ist das Aufschieben: es entreißt uns einen Tag nach dem anderen, es bringt uns um das Gegenwärtige, indem es Entferntes verspricht.

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Mit dem Allerkostbarsten treibt man ein Spiel; aber man nimmt es nicht war, weil es etwas Unkörperliches ist, weil man es nicht zu Gesicht bekomm; deswegen schätzt man es so gering ein, ja mißt ihm fast keinen Wert bei.

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Glaub mir, ein großer und über menschliche Irrtümer erhabener Mann bringt es fertig, sich von seiner Zeit nichts nehmen zu lassen, und deswegen ist sein Leben so lang, weil alle Zeit, die ihm zur Verfügung stand, ganz für ihn frei war.

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Leben muß man ein Leben lang lernen, und – darüber wirst du dich vielleicht noch mehr wundern – ein Leben lang muß man sterben lernen.

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Stefan Imhoff Die Kürze des Lebens / De brevitate vitae

Ihr lebt, als ob ihr immer leben würdet, nie kommt euch eure Vergänglichkeit in den Sinn, ihr bemerkt nicht, wieviel Zeit schon vergangen ist; wie wenn ihr sie in Hülle und Fülle hättet, verschwendet ihr sie, während unterdessen vielleicht gerade jener Tag, den ihr irgendeinem Menschen oder irgendeiner Sache widmet, euer letzter ist. Alles fürchtet ihr wie Sterbliche, alles begehrt ihr, wie wenn ihr unsterblich wäret.

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Stefan Imhoff Die Kürze des Lebens / De brevitate vitae

Rechne aus, wieviel die Gläubiger, wieviel die Geliebte, wieviel der Patron, wieviel der Klient von dieser Zeit weggenommen hat, wieviel der Streit mit der Gattin, wieviel die Züchtigung des Sklaven, wieviel das geschäftige Umherlaufen in der Stadt; nimm die Krankheiten dazu, die wir uns durch eigene Schuld zugezogen haben, nimm auch noch dazu, was ungenutzt liegengeblieben ist: du wirst sehen, daß du weniger Jahre behälst, als du alt bist.

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Stefan Imhoff Die Kürze des Lebens / De brevitate vitae

Nur einen kleinen Teil des Lebens leben wir. Die ganze übrige Dauer ist ja nicht Leben, sondern bloß Zeit.

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