«Einst war die Stadt vorrangig der Ort der Produktion und Realisation von Ware, der Ort industrieller Konzentration und Ausbeutung. Heute ist sie vorrangig der Ort der Exekution des Zeichens als eines Urteils über Leben und Tod.
Wir leben nicht mehr in einer von roten Gürteln aus Fabriken und an der Peripherie gelegenen Arbeitersiedlungen umgebenen Stadt. In jene Stadt schrieb sich noch … die historische Dimension des Klassenkampfes ein. Heute ist zwar die Fabrik als Modell der Vergesellschaftung durch das Kapital nicht verschwunden, aber in der allgemeinen Strategie tritt sie ihren Platz ab an die gesamte Stadt als Raum des Codes. Die Matrix des Urbanen ist nicht mehr die der Realisierung einer Kraft (der Arbeitskraft), sondern die der Realisierung einer Differenz (der Operation des Zeichens).»